AGB für FD Verify
Diese Bedingungen richten sich ausschließlich an Unternehmer. Ein Vertragsabschluss mit Verbrauchern über die Self-Service-Funktionen ist nicht vorgesehen.
1. Anbieter und Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge über die Nutzung der Software FD Verify zwischen FDData („Anbieter“) und Unternehmern („Kunde“). Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn sie ausdrücklich schriftlich oder in Textform anerkannt wurden.
2. Leistungsgegenstand
FD Verify ist eine webbasierte Plattform für Softwaretests. Abhängig vom gebuchten bzw. freigeschalteten Funktionsumfang können insbesondere AI-gestützte explorative Tests, echte Browser-/Gerätetests, reproduzierbare Testszenarien, technische Reports und API-Lasttests verwendet werden. Funktionen können als Beta, Preview oder experimentell gekennzeichnet sein.
3. Workspace, Benutzer und Geräte
Der Kunde erhält einen Firmen-Workspace. Er ist für die Richtigkeit seiner Organisations- und Benutzerdaten sowie für die Vergabe angemessener Rollen verantwortlich. Gekoppelte Geräte werden dem Workspace zugeordnet und dürfen nur von berechtigten Personen verbunden werden. Zugangsdaten und Geräte-Tokens sind vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
4. Berechtigung zum Testen
Der Kunde darf ausschließlich Systeme, Anwendungen, Domains, APIs, Konten und Daten testen, für die er über eine ausreichende rechtliche und technische Berechtigung verfügt. Insbesondere sind Lasttests, automatisierte Schreibzugriffe, Sicherheits-/Fehlerprüfungen oder Tests gegen Produktivsysteme nur zulässig, wenn der Kunde deren Auswirkungen beurteilen darf und entsprechende Freigaben besitzt.
Der Kunde darf FD Verify nicht für rechtswidrige Eingriffe, Umgehung von Zugriffsschutz, Angriffe auf fremde Systeme, unzulässige Überwachung oder sonstige missbräuchliche Zwecke einsetzen.
5. AI Explorer
AI-Funktionen dienen der Unterstützung von Qualitätssicherung und Testautomation. Modellentscheidungen können unvollständig, unzutreffend oder unerwartet sein. FD Verify setzt technische Capability-Grenzen ein; dennoch bleibt der Kunde dafür verantwortlich, geeignete Testumgebungen, Testkonten, Daten und Berechtigungsprofile zu wählen.
Schreibende oder risikoreiche Capabilities – insbesondere Erstellen, Ändern, Löschen, externe Navigation, Sicherheitseinstellungen oder Payment – dürfen nur freigeschaltet werden, wenn der Kunde die möglichen Folgen kontrollieren kann. AI-Ausgaben sind keine Garantie dafür, dass eine Software fehlerfrei, sicher oder rechtskonform ist.
6. Testdaten und personenbezogene Daten
Der Kunde soll nach Möglichkeit synthetische oder anonymisierte Testdaten verwenden. Soweit FD Verify im Auftrag des Kunden personenbezogene Inhalte aus getesteten Systemen verarbeitet, schließen die Parteien erforderlichenfalls eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO. Der Kunde bleibt für die Rechtmäßigkeit der von ihm veranlassten Testverarbeitung sowie für Informations-, Lösch- und Berechtigungspflichten in seinem Zielsystem verantwortlich.
7. Test-Credentials
Hinterlegte Test-Credentials werden technisch geschützt und verschlüsselt gespeichert. Der Kunde soll ausschließlich dedizierte Testkonten mit minimal notwendigen Rechten verwenden. Produktive Administrator-, Zahlungs- oder Hochrisikozugänge sind für automatisierte Tests grundsätzlich nicht empfohlen.
8. Verfügbarkeit, Wartung und Änderungen
Der Anbieter bemüht sich um eine stabile Bereitstellung, schuldet jedoch keine ununterbrochene Verfügbarkeit, sofern keine gesonderte Service-Level-Vereinbarung geschlossen wurde. Wartung, Sicherheitsmaßnahmen, Drittanbieter- oder Hostingstörungen sowie Weiterentwicklungen können die Verfügbarkeit vorübergehend einschränken. Wesentliche Änderungen, die eine vertragsgemäße Nutzung dauerhaft beeinträchtigen, werden angemessen kommuniziert.
9. Preise und Abrechnung
Preise, Nutzungsgrenzen, AI-Kontingente und Zahlungsbedingungen ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot, Auftrag oder einer gesonderten Preisvereinbarung. Eine öffentliche Preisdarstellung begründet nur dann ein verbindliches Angebot, wenn dies ausdrücklich angegeben ist. Kosten externer AI- oder Infrastrukturleistungen können – sofern vereinbart – verbrauchsabhängig weiterverrechnet werden.
10. Mitwirkungspflichten
Der Kunde stellt geeignete Zielsysteme, Testdaten, Testaccounts und technische Voraussetzungen bereit. Er prüft vor Last- oder Schreibtests, ob Kapazität, Backups, Monitoring und notwendige Freigaben vorhanden sind. Sicherheitsrelevante Störungen oder kompromittierte Zugangsdaten sind unverzüglich zu melden.
11. Rechte an Software und Ergebnissen
Alle Rechte an FD Verify, dessen Quellcode, Oberfläche, Markenbestandteilen und allgemeiner Testlogik verbleiben beim Anbieter bzw. jeweiligen Rechteinhabern. Der Kunde erhält für die Vertragsdauer ein nicht ausschließliches, nicht übertragbares Nutzungsrecht im vereinbarten Umfang. Kundenspezifische Testdefinitionen, Inhalte und Reports bleiben dem Kunden zugeordnet; technische Aggregationen dürfen nur in rechtlich zulässiger und ausreichend anonymisierter Form zur Produktverbesserung verwendet werden.
12. Vertraulichkeit
Beide Parteien behandeln ihnen im Rahmen der Zusammenarbeit bekannt werdende, als vertraulich erkennbare Informationen angemessen vertraulich und schützen sie vor unbefugtem Zugriff. Gesetzliche Offenlegungspflichten bleiben unberührt.
13. Gewährleistung
Der Anbieter wird reproduzierbare wesentliche Softwaremängel innerhalb angemessener Frist nach nachvollziehbarer Meldung prüfen und im Rahmen der vereinbarten Leistung beheben oder eine zumutbare Umgehung bereitstellen. Kein Testwerkzeug kann die vollständige Erkennung aller Fehler, Sicherheitslücken oder fachlichen Abweichungen gewährleisten.
14. Haftung
Für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden sowie für Personenschäden haftet der Anbieter nach den gesetzlichen Vorschriften. Bei leichter Fahrlässigkeit ist die Haftung – soweit im unternehmerischen Verkehr gesetzlich zulässig – auf die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und den typischerweise vorhersehbaren Schaden beschränkt. Eine Haftung für Schäden, die daraus entstehen, dass der Kunde nicht autorisierte Systeme testet, risikoreiche Capabilities ungeeignet freigibt oder entgegen den Empfehlungen Produktiv-/Echtdaten verwendet, ist im gesetzlich zulässigen Umfang ausgeschlossen.
15. Laufzeit und Beendigung
Laufzeit, Kündigungsfristen und allfällige Mindestbindungen ergeben sich aus der jeweiligen Vereinbarung. Das Recht zur außerordentlichen Beendigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Nach Vertragsende wird der Zugang deaktiviert; Export- und Löschfristen richten sich nach Vertrag, Datenschutz- und gesetzlichen Aufbewahrungspflichten.
16. Sperre bei Missbrauch
Bei konkreten Anhaltspunkten für rechtswidrige Nutzung, Gefährdung fremder Systeme, erhebliche Sicherheitsrisiken oder schwerwiegende Vertragsverletzungen darf der Anbieter betroffene Funktionen oder den Zugang vorübergehend sperren, soweit dies zur Gefahrenabwehr angemessen ist.
17. Schlussbestimmungen
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss seiner Verweisungsnormen und – soweit zulässig – des UN-Kaufrechts. Für Streitigkeiten zwischen Unternehmern wird, soweit gesetzlich zulässig, die Zuständigkeit des sachlich zuständigen Gerichts am Sitz des Anbieters vereinbart. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Stand: 2026-08-23. Diese AGB sind auf den B2B-Betrieb von FD Verify zugeschnitten. Vor dem kommerziellen öffentlichen Launch sollten Betreiberangaben, konkretes Preismodell, SLA, Auftragsverarbeitung und Haftungsumfang abschließend rechtlich geprüft werden.